+49 (0)39601 123485
Versandkostenfrei ab 30€ (DE)
info@futterxl.de

Vögel füttern im Frühjahr und Sommer

Die Tage werden wärmer, unsere Gärten und Wälder grüner und die Sonne beglückt uns mit ihrer ganzen Kraft. Auch das Zwitschern der Wildvögel wird vielfältiger und lauter. Die Deutschen haben sich im Laufe der Zeit zu echten Vogelfreunden gemausert, so geben Sie laut dem Naturschutzbund (NABU) jedes Jahr über 20 Millionen Euro für Vogelfutter aus. Im Rahmen der Wildvogelfütterung gibt es jedoch einiges zu beachten, damit der Aufwand unseren gefiederten Freunden auch wirklich zu Gute kommt. Auf was genau Ihr achten müsst, erfahrt Ihr daher in diesem Beitrag.

Zunächst einmal steht die Frage im Raum, warum Wildvögel nun, da es draußen wieder grünt und die Insektenpopulation zunimmt, überhaupt gefüttert werden sollten. Im Frühjahr und Sommer werden die Wildvögel wieder richtig aktiv und weisen daher einen höheren Bedarf an Kalzium und tierischen Eiweißen (z. B. aus Würmern und Insekten) auf. Zusätzlich ist dies die Zeit, in der sie ihre Jungen aufziehen und unerlässlich auf Nahrungssuche sind, was den kleinen Tierchen viel abverlangt. Während sie im Winter die meiste Zeit des Tages herumsitzen und ihre Energie aufsparen, müssen sie in den warmen Monaten Schwerstarbeit leisten. Sie stehen früh auf, verteidigen Ihr Revier, kümmern sich um ihren Nachwuchs und fliegen daher ununterbrochen durch die Gegend. Das kostet die Vögel 25 Mal so viel Energie wie bspw. Laufen oder Hüpfen. Richtiges Zufüttern kann zu einer Förderung der Artenvielfalt und zur Erhaltung und Ausweitung der gesunden Vogelpopulationen beitragen.

bird-3350136_1920-3

Die Lebensbedingungen unserer heimischen Vogelarten verschlechtert sich seit Jahrzehnten rapide. Die Zahl der insektenfressenden Vögel ist in den letzten 25 Jahren bedeutend zurückgegangen. Inzwischen ist jede achte Vogelart vom Aussterben bedroht und Arten wie der Kiebitz oder das Rebhuhn bekommt man kaum noch zu Gesicht. Der Klimawandel beeinflusst sowohl die Temperaturen als auch die Witterung und wirkt sich dadurch nachhaltig auf den Reifeprozess der natürlichen Nahrung der Vögel aus. Gleichzeitig nimmt die Landwirtschaft eine Vielzahl von Flächen in Beschlag. Hinzu kommt noch, dass die Flächen oftmals mit Pestiziden belastet sind. Diese Entwicklung in Verbindung mit der Tatsache, dass die Erntemaschinen immer effizienter arbeiten und kaum ein Körnchen mehr auf dem Feld bleibt, wirkt sich negativ auf den Insektenbestand aus – und damit auch auf das Nahrungsangebot der Vögel. Auch um die Städte sieht es nicht besser aus, so macht die zunehmende Umweltverschmutzung und die dichte Bebauung den Insekten das Leben schwer. Der Rasen in den Vorgärten wird so häufig gemäht, dass sich bei den Gräsern und Blütenpflanzen keine Samen mehr ausbilden können. Es wurde nachgewiesen, dass Stadtvögel meist kleiner und gestresster als Ihre Artgenossen auf dem Land sind, wodurch sie oftmals Probleme haben, gesunden Nachwuchs in die Welt zu setzen. Höchste Zeit also, etwas dagegen zu tun!

Grundsätzlich lassen sich unsere heimischen Arten in zwei Gruppen unterteilen: die Körnerfresser und die Weichfutterfresser. Körnerfresser bevorzugen z. B. Getreide, Sonnenblumenkerne, Nüsse und Sämereien wie Hanf- und Leinsamen. Zu dieser Untergruppe zählen Spatzen, Meisen oder auch Finken. Raffinierter mögen es die Weichfutterfresser, bspw. die Amsel, das Rotkehlchen oder auch der kleine Zaunkönig. Sie halten bevorzugt nach Obst, Beeren und Insektenlarven Ausschau.

Die Annahme darüber, dass Vögel, die von Beginn an die zusätzlichen Futterstätten nutzen, auf lange Sicht nicht mehr eigenständig auf Nahrungssuche gehen, ist übrigens falsch. Die Zufütterung hat, laut einer Studie des NABU, keinen nachweislich positiven oder negativen Einfluss auf die Entwicklung von Jungvögeln. Ebenso kann keine „Übersättigung“ der Tiere auftreten. Vögel ziehen grundsätzlich die eigene bzw. natürliche Nahrungssuche der künstlich arrangierten Futterstelle vor.

tit-2468466_1920-2

Die Zusammensetzung des Futters ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Hängendes Futter wie Meisenknödel enthalten viel Fett und kommen dem natürlichen Essverhalten der Vögel entgegen, wodurch sie auch besonders gerne angenommen werden. Man sollte jedoch darauf achten, entweder von Anfang an Produkte ohne Netz zu verwenden oder das Netz nach dem Verzehr rasch zu entsorgen, damit sich die Tiere anschließend nicht darin verfangen. Empfehlenswert in den warmen Monaten ist ebenfalls Streufutter mit einem hohen Anteil an Getreideflocken. Das Verfüttern von ganzen Körnern sollte vermieden werden, da viele Vögel diese nicht richtig verarbeiten können. Entgegen der Annahme, dass Fettfutter allein im harten Winter zu füttern ist, erfüllt es auch im Frühjahr und Sommer seinen Zweck. Die Vögel finden in der Natur zu dieser Zeit nur begrenzt tierische und pflanzliche Fette. Fett ist ein bedeutender und schneller Energielieferant, der bei den Vögeln direkt im beanspruchten Brustmuskel verbrannt wird. Zudem liefert ein Gramm Fett etwa 9 kcal, während ein Gramm Eiweiß oder Kohlenhydrate lediglich mit 4 kcal aufschlagen. Fettfutter sollte jedoch grundsätzlich im Schatten platziert werden, damit es nicht so schnell schmilzt.

Abseits von persönlichen Vorlieben folgen hier nun einige grundsätzliche Regeln, die Sie bei der Wildvogelfütterung beachten sollten:

·         Bieten Sie unterschiedliche Futterstellen an und achten Sie dabei auf eine Trennung von Körner- und Weichfutterfressern, damit kein Konkurrenzkampf stattfindet.

·         Bieten Sie immer nur so viel Futter an, wie auch verspeist wird – damit das Futter nicht zu lange liegt und verdirbt.

·         Legen Sie Obst wie Äpfel und Birnen als ganze Frucht aus, da dies dem natürlichen Fallobst am nächsten kommt und diese dadurch auch nicht so schnell verderben.

·         Verfüttern Sie keine Essensreste oder menschliche Nahrungsmittel wie Brot, da diese absolut ungeeignet für die Verdauung der Vögel sind.

·         Reinigen Sie Futter- bzw. Vogelhäuschen täglich mit einem trockenen Tuch oder Handfeger und einmal wöchentlich mit heißem Wasser. Wenn sich viele unterschiedliche Vögel an Futterstellen sammeln, können Krankheitserreger leichter übertragen werden – von Vogel zu Vogel, aber auch von Vogel zu Mensch.

·         Achten Sie auf die Haltbarkeit Ihres Vogelfutters und lagern Sie es dunkel und trocken.

·         Stellen Sie auch eine gute Vogeltränke in der Nähe der Futterstelle auf.

·         Mit einem grobmaschigen Draht halten Sie bspw. Tauben vom Plündern Ihres Vogelhauses ab.

Doch auch das Zufüttern von Vögeln hat seine Grenzen und ist kein Allheilmittel für die Artbestände. Laut des NABU erreicht Vogelfütterung im Garten selten mehr als 10 bis 15 Vogelarten – und diese Arten sind meistens nicht einmal gefährdet. Die Zufütterung erreicht laut dieser Untersuchung vor allem Meisen und Finken, die aktuell stabile Populationen aufweisen. Den Kürzeren ziehen dabei z. B. Zugvögel, die nach Ihrer Ankunft daheim keine Nistplätze mehr finden, da bereits alle von den „Zuhausebleibern“ belegt sind. Die Untersuchung des NABU hat ergeben, dass bedrohte Arten, wie der Mauersegler, der Kiebitz oder auch die Schwalbe Futterstellen fast nie besuchen. Grund hierfür kann zu viel Konkurrenz an der Futterstelle oder auch das falsche Futter sein. Es sollte daher langfristig unser aller Ziel sein, unsere Umwelt so zu gestalten, dass die Zufütterung gar nicht erst notwendig wird.

Schaffen Sie in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon eine kleine Oase für die Wildvögel, indem Sie ihnen ein natürliches Nahrungsangebot zur Verfügung stellen. Wenn Sie nicht wissen wie Sie beginnen sollen, dann fangen Sie damit an, auf Unkrautvernichtungsmittel und Schneckenkorn zu verzichten. Kleine Verschönerungen, wie z. B. Blumen und Sträucher, machen nicht nur optisch einen tollen Eindruck, sondern locken auch Insekten an, die wiederum von den Vögeln verspeist werden können. Lassen Sie das Fallobst und den Laubhaufen gerne etwas länger liegen, da auch diese bei Insekten und Vögeln heiß begehrt sind. Gute Schlafplätze für die Nacht bieten z. B. Kletterpflanzen oder Hecken. Beim Anlegen von Sträuchern, Beeten und Stauden sollten Sie zudem darauf achten, dass es sich um heimische Arten handelt.

cock-tits-4451317_1920-2

Doch selbst ein gut bestückter Garten bietet den Vögeln kein Schlaraffenland, wenn bspw. die Nachbarn keinen Wert auf Bepflanzungen legen. Daher gilt die Faustregel: Wenn Sie mehr als drei Brutkästen in ihrem Garten anbieten, sollten Sie – trotz vogelfreundlicher Gartengestaltung – immer etwas zufüttern.

Wer gerne selbst kreativ werden möchte, kann sich auch die einzelnen Zutaten kaufen und sein eigenes Futter mischen. Bei Vögeln besonders beliebt sind dabei geschälte Nüsse, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Rosinen, gebrochener Mais und auch immer etwas Hühnerfutter. Es kann gerne experimentiert und variiert werden, damit Sie das Futter ausfindig machen, was bei Ihren Gartenvögeln am besten ankommt. Unbedingt beachten sollten Sie dabei jedoch, dass es sich um unbehandelte und qualitativ hochwertige Zutaten handelt, sie also nicht mit Zusatzstoffen oder z. B. Salz versehen sind.

Wenn Ihr auch Lust bekommen habt, den Wildvögeln unter die Flügel zu greifen, dann seht euch doch in unserer Kategorie Vögel um und legt los!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
FutterXL Sommerstreufutter FutterXL Sommerstreufutter
Inhalt 1 Kilogramm
ab 3,59 € *
15kg Deli Nature Nr 37 - Super Energy Mix 15kg Deli Nature Nr 37 - Super Energy Mix
Inhalt 15 Kilogramm (1,37 € * / 1 Kilogramm)
20,60 € *
FutterXL Gourmet Mix FutterXL Gourmet Mix
Inhalt 1 Kilogramm
ab 3,42 € *