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Ente gut, alles gut: Artgerechte Entenhaltung

Enten sind äußerst possierliche Tierchen. Sie sind echte kleine Entdecker, toben gerne und können Menschen gegenüber sehr zutraulich sein. Doch nur, wer auch wirklich über die erforderliche Leidenschaft zum Tier verfügt, sollte sich der Entenhaltung zuwenden. Die älteste Darstellung von Hausenten stammt aus China und wurde auf das Jahr 2000 v. Chr. datiert. Bereits damals wurden die Enteneier teilweise künstlich ausgebrütet. Auch unterschiedliche Überlieferungen aus Indien und Ägypten weisen darauf hin, dass die Entenzucht den Menschen bereits seit einer langen Zeit begleitet. Enten passen sich sehr leicht ihren Umweltverhältnissen an. Selbst die Jungen sind recht robust und so lange die Tiere in einer artgerechten Umgebung gehalten werden, sollte man keine Probleme mit ihnen haben. Sie werden häufig vereinzelt als Schneckenbekämpfer im Garten eingesetzt, sind jedoch gesellige Herdentiere und sollten ausschließlich artgerecht gehalten werden.

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Im Bereich der Klassifizierung der unterschiedlichen Entenrassen herrscht tatsächlich große Ungewissheit, da die historischen Fakten äußerst widersprüchlich sind und im Laufe der Jahrhunderte mitunter eine „Bastardisierung“ stattgefunden hat. Mit Hilfe genetischer Erkenntnisse wird heute jedoch versucht, eindeutige Aussagen über die unterschiedlichen Entenrassen treffen zu können, damit die Erhaltungswürdigkeit der Rassen beurteilt werden kann. Zu den häufigsten Entenrassen in Deutschland gehören die Pommernenten, die Warzenenten, die Stockenten und die Hausenten. Je nach den Gegebenheiten auf dem eigenen Grundstück sollte man die Rasse weise wählen. Pommernenten beispielsweise sind zwar eher anspruchslos, benötigen jedoch viel Auslauf, während Stockenten mit Anpassungsfähigkeit glänzen, aber fliegen können und daher das Stutzen der Flügel notwendig sein kann. Manche Entenrassen sind ausgezeichnete Flieger und können eine maximale Fluggeschwindigkeit von bis zu 110 km/h erreichen.

Zu einer artgerechten Haltung gehört selbstverständlich eine ausgewogene Ernährung. Enten sind Allesfresser und ernähren sich vorwiegend von Gras, Wasserpflanzen, Samen, Insekten, Würmern, Früchten, Fischen oder Krebstieren. Sie haben einen hohen Bedarf an tierischen Bestandteilen. In fertigen Futtermischungen findet sich daher häufig Fisch- oder Fleischmehl. Als kleine Delikatesse kann zwischendurch auch Katzenfutter verfüttert werden, da es viel tierisches Eiweiß liefert und in der Regel auch gut angenommen wird. Körner können eingeweicht, Pellets sollten jedoch nur trocken angeboten werden. Bei einer regulären Entenhaltung (keine Mast) sollte zweimal täglich gefüttert werden. Dabei sollte nur so viel Futter gereicht werden, wie die Tiere innerhalb von einer Stunde verzehren können. Die Futter- und Wasserbehälter müssen täglich kontrolliert werden. Man unterscheidet zwischen dem Bade- und dem Trinkwasser. Letzteres muss täglich frisch angeboten werden, wobei es im Sommer stets kühl und unter 20 Grad kalt sein sollte. Körperpflege wird bei Enten großgeschrieben – so kann man ihnen den ganzen Tag dabei zusehen, wie sie sich putzen und ihr Gefieder ordnen.

Das Gehege der Tiere sollten ausreichend Platz beinhalten. Enten dürfen keinesfalls zusammen mit Gänsen gehalten werden. Pro Ente kann man mit etwa 10m2 Auslauf rechnen, wobei größere Rassen mehr Platz benötigen als kleinere Entenarten. Die Tiere sollten öfter auf andere Flächen versetzt werden, da die Verunreinigung des Geheges andernfalls enorm ausfallen kann. Die Tiere benötigen einen gewissen Zugang zu Sand bzw. Kies, damit die Voraussetzung zur Aufnahme kleiner Magensteine besteht und ihre Verdauung einwandfrei funktionieren kann. Die Einzäunung hängt von der gewählten Rasse ab. Bei leichteren Arten kann auf einen Zaun mit 1,50m Höhe vertraut werden, während sich für flugfähige Rassen eine Höhe von 2m anbietet und das Gehege zusätzlich mit einem Netz versehen werden muss. Enten sind Wasservögel, daher ist es notwendig, ihnen eine Möglichkeit zum Schwimmen und Baden zur Verfügung zu stellen. Dafür eignet sich ein flaches Becken, ausgediente Bade- oder Duschwannen oder auch einfache eine Sandmuschel aus dem Spielzeuggeschäft. Die Tiere sollten außerdem Rückzugsmöglichkeiten haben. Dabei kann es sich um Bepflanzungen oder auch kleine Unterstände handeln.

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Ebenso ist ein Stall vonnöten, in dem die Tiere nachts unterkommen. Dieser sollte zugfrei, trocken und nicht zu warm sein. Er dient nicht nur als Unterschlupf für kalte Nächte, sondern auch dem Schutz vor Raubtieren. Enten schlafen übrigens meist mit offenen Augen, also ist nicht immer erkenntlich, ob sie gerade ruhen oder wach sind. Der Stall muss regelmäßig gesäubert und das Einstreu ausgewechselt werden. Als Faustregel für die Stallgröße lässt sich festhalten, dass für vier bis fünf erwachsene Tiere etwa 1m2 zur Verfügung gestellt werden sollte. Der Stall muss regelmäßig gelüftet werden, ohne eine Einstiegsmöglichkeit für Fressfeinde zu eröffnen.

Wer die Entenhaltung erst einmal verinnerlicht hat, denkt auch schnell darüber nach, eigene Entenküken zu züchten. Bevor man mit der Entenzucht beginnt, sollte man sich jedoch einige Fragen stellen. Zum Beispiel: Habe ich genug Platz für die neu geschlüpften Enten? Für wie viele Enten reicht mein Gehege noch? Möchte ich sie behalten oder verkaufen? Kenne ich überhaupt Abnehmer für Jungenten?

Grundsätzlich findet die Paarungszeit das ganze Jahr über statt. Die beste Zeit für die Entenzucht ist jedoch von Ende Winter bis hin zum frühen Sommer. Enten legen tatsächlich nur Eier, wenn sie sich auch wohlfühlen – unglückliche Enten eignen sich demnach nicht zur Zucht. Die Herde für die Zucht sollte möglichst im Herbst zusammengestellt werden. Als Faustregel kommen auf einen Erpel etwa sechs weibliche Enten. Eine Gruppe von Enten wird als Floß, Paddeln oder Mannschaft bezeichnet. Für die Entenzucht eignen sich nur komplett entwickelte Tiere im Alter von ein bis zwei Jahren, die blutsfremd – also nicht miteinander verwandt – sind. Die Enten selbst erkennen im Rahmen der Paarung mögliche Verwandtschaftsverhältnisse nicht, wodurch eine Selektion durch den Menschen notwendig wird. Zudem sollten die Enten nicht verfettet sein, da die Eier sonst nur selten befruchtet werden.

Sobald die weiblichen Tiere bereit zur Paarung sind, vollführen Sie nickende Bewegungen mit Kopf und Hals, lockende Bewegungen mit dem Hinterteil, legen sich für die Paarung zurecht oder beißen den Erpel ihres Vertrauens leicht in den Hals. Die Paarung erfolgt mehrmals am Tag und kann teilweise recht rabiat vonstattengehen. Die meisten Entenarten leben nicht monogam, suchen sich also für jede Brutsaison einen neuen Partner.

Das Muttertier beginnt in den meisten Fällen nicht sofort mit dem Brüten, sondern sammelt zunächst eine gewisse Anzahl von Eiern an. Da in der Regel ein Ei pro Tag gelegt wird, kann dieser Vorgang zwischen 10 und 15 Tagen andauern. Die Brutnester können als Vertiefungen im Boden angelegt werden. Die Brutzeit beträgt bei den meisten Enten zwischen 28 und 30 Tagen. Dabei spielt die spezifische Rasse jedoch eine große Rolle, so benötigen kleinere Arten lediglich 25 Tage, während große Warzenenten bis zu 35 Tage brüten. Das Nest besteht aus Stroh, Heu und Federn. Je nach Größe des Muttertiers hat es eine Größe von 30x30cm bis hin zu 50x50cm. Es spendet Wärme, bietet einen Sichtschutz und fungiert als abgezirkelter Bereich für das Muttertier. Es verändert die Temperatur, indem es sich aufplustert oder den Abstand zwischen sich und den Eiern verändert. Die Ente dreht die Eier zudem regelmäßig mit dem Schnabel, damit die innere Membran der Eier nicht an der Schale kleben bleibt. Wenn die Witterung beim Schlüpfen der Küken noch recht kalt ist, sollte der Stall mit einer Infrarotlichtlampe ausgestattet werden. Der Zugang zum Stall muss für die Küken zudem jederzeit und ohne die Überwindung von Barrieren gegeben sein. Das Einstreu sollte, sobald die Küken geschlüpft sind, noch häufiger aufgefüllt und gewechselt werden, um ihnen einen warmen Rückzugsort zu schaffen.

Junge Entenküken bewegen sich die meiste Zeit über in der Gruppe und bleiben stets in der schützenden Reichweite ihrer Mutter. Sie werden nicht gesäugt, sondern suchen sich ihre Nahrung selbst. Sowohl im Stall als auch in der Freifläche sollte ein extra Bereich für die Küken und das Muttertier abgegrenzt werden, da die Erpel oftmals dazu neigen, die Jungen aus unterschiedlichen Gründen zu töten. Das Futter sollte in langen, schmalen Trögen angeboten werden, damit die Küken nicht hineinklettern können. In den ersten Tagen kann man den Küken Grünfutter und in Milch eingelegtes Brot anbieten. Später können dann Quark, Brei und gequelltes Hühnerfutter den Speiseplan bereichern. Nach einer Woche gesellen sich gekochte Kartoffeln mit Kleie, Klee, Gras, Fischmehl oder geschnittene Rüben dazu. Bei Körnern sollte darauf geachtet werden, dass sie relativ klein sind. Sobald die Küken ein Alter von drei bis vier Wochen erreicht haben, kann theoretisch mit der Mast begonnen werden. Dabei wird etwa alle drei Stunden Futter angeboten. In der Regel erreichen Mastenten dadurch nach zehn Wochen ein Gewicht von über zwei Kilogramm.

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Die Entenküken sind, ähnlich wie die ausgewachsenen Exemplare, begeistert von Badegelegenheiten. Es ist jedoch unbedingt zu beachten, dass die Küken in der ersten Lebenswoche keinen Zugang zu tiefen Wasserschalen oder zu Teichen erhalten, da die Möglichkeit des Ertrinkens besteht. Das Trinkgefäß für die Jungen muss demnach mit ihnen „mitwachsen“.

Die Fruchtbarkeit ihrer Enten wird von einigen Züchtern unterschätzt. Denn aus einer Zuchtgruppe, die aus einem Erpel und sechs Weibchen besteht, können innerhalb eines Jahres ganz schnell 100 Enten werden. Aus diesem Grund ist eine Menge Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein gefragt, damit die Population keine überhandnimmt. Paarungswille Tiere sollten getrennt oder gelegte Eier vor dem Brüten entfernt werden.

Zucht- und Hausenten vernachlässigen das Ausbrüten manchmal. In diesen Fällen können erfahrene Züchter auf Brutautomaten oder Brutschränke zurückgreifen. Laien sollten sich jedoch zunächst an der Naturbrut versuchen, da das künstliche Ausbrüten von Enteneiern sehr aufwendig ist. Neben allen notwendigen Utensilien sind die Eier je nach Brutfortschritt anders zu behandeln, so müssen sie teilweise abgekühlt, angewärmt, mit Wasser angefeuchtet oder einer bestimmten Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Zudem kann die Sozialisation von künstlich gebrüteten Exemplaren mit der Herde Probleme mit sich bringen.

Nach diesem umfassenden Einblick in die Welt der Entenzüchter legen wir Ihnen unsere große Auswahl an Aufzucht-, Haupt- und Ergänzungsfutter für Wassergeflügel ans Herz und wünschen Ihnen viel Spaß beim Abenteuer Entenzucht!

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