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Die Hühner sind los!

In Deutschland ist ein neuer Trend zu verzeichnen: Hühnerhaltung!

Denn immer mehr Menschen halten sich eine kleinere Anzahl von Hühnern im Garten oder Hinterhof und machen damit einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit. Selbst Prominente sind inzwischen auf das Huhn gekommen, so finden sich auch im Garten von Barbra Streisand und Liz Hurley ein paar der gefiederten Freunde. In Intelligenztests haben Hühner außerordentlich gut abgeschnitten, so wurde ihnen eine Intelligenz zugeschrieben, welche mit Menschenaffen vergleichbar ist. Zudem weisen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten auf. Innehalb der komplexen Sozialstruktur kann ein Huhn mehr als 100 unterschiedliche Hühner erkennen, sich an sie erinnern und sogar Freundschaften mit einigen schließen. Das Huhn als Haus- bzw. Nutztier verspricht demnach einige spannende Erfahrungen. Schnell wird dabei auch das Thema Hühnerzucht interessant. Um den Hühnern eine angenehme Brutzeit und den Küken einen möglichst guten Start in die Welt zu ermöglichen, sollten dabei einige Dinge beachtet werden.

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Zunächst muss man sich mit dem richtigen Futter auseinandersetzen. Grundsätzlich lässt sich hervorheben, dass Hühner Allesfresser sind. Neben unterschiedlichen Körnern stehen auch Insekten und Gemüse auf ihrem Speiseplan. Um satt zu werden, benötigt ein ausgewachsenes Huhn etwa 25 bis 50 g Körnerfutter am Tag. Um den Speiseplan der Hühner etwas aufzupeppen, können dazu gerne ein paar Extras gereicht werden, beispielsweise Blüten, frische Salatblätter, Würmer, Kürbiskerne, Bachflohkrebse, Erbsen, Mais oder auch Grit. Letzteres ist wichtig für die Verdauung der Hühner und einen ausgewogenen Kalzium- und Mineralstoffhaushalt. Damit die Tiere brüten können, kann man ihnen auch Eierschalen reichen, um einen ausreichenden Kalkgehalt zu gewährleisten. Wichtig ist, dass die Hühner jederzeit Zugang zu einer Schale mit frischem Wasser haben, welches täglich gewechselt und im Sommer an einem schattigen Ort platziert werden sollte. Das Futter kann entweder täglich selbst verfüttert oder durch einen Futterautomat bereitgestellt werden. Hähne tricksen ihre weiblichen Artgenossen übrigens das ein oder andere Mal aus. Manchmal geben sie das Geräusch für gefundenes Fressen von sich - ohne überhaupt Futter gefunden zu haben. Damit wollen sie die Weibchen um sich scharen und ihre Gunst gewinnen.

Vor der Zucht sollte man sich zunächst einen Überblick über seine Tiere verschaffen und die gewünschten Zuchtstämme festlegen. Die Zuchttiere sollten sich möglichst ergänzen. Dabei gilt es zu beachten, dass schwarzes bzw. dunkles Gefieder stets dominant vererbt wird. Um Nachwuchs mit weißem Gefieder zu erhalten, sollten demnach Elterntiere mit ebenfalls weißem Federkleid ausgewählt werden. Die Zuchttiere sollten alle frei von Parasiten sein und im besten Fall einige Wochen vorher eine Wurmkur durchlaufen haben. Sollte eine größere Anzahl an Tiere vorliegen, müssen die Hennen sich zunächst an den Hahn gewöhnen und sollten daher drei bis vier Wochen vorher (möglichst im Januar) zusammen mit dem Zuchthahn von den anderen Tieren getrennt werden. Ein Zuchtstamm sollte einen Hahn und drei bis fünf Hennen umfassen. Normalerweise werden schwere Rassen im Januar, mittelschwere im Februar und leichte im März gebrütet. Dabei spielt jedoch auch das Wetter eine Rolle, denn Küken sollten bereits von Anfang an die Möglichkeit haben, nach draußen an die frische Luft zu gehen.

Neben einer ausgewogenen Nahrung mit vielen Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten und Vitaminen spielt ebenfalls das Licht eine große Rolle für den Zuchterfolg. Um die Hirnanhangdrüse, welche den Geschlechtstrieb der Tiere steuert, optimal zu stimulieren, sollten die Tiere sich 14 bis 15 Stunden täglich im Sonnenlicht aufhalten. Ein Brutapparat wird eher von professionellen Züchtern verwendet, die mit ihren Tieren an Ausstellungen teilnehmen und damit einen straffen Zeitplan haben. Die Naturbrut mit einer Glucke entspricht eher dem allgemein natürlichen Bild einer Kükenaufzucht.

Die Glucke ist brütig, sobald sie die typischen „Glucklaute“ von sich gibt und den ganzen Tag über ihr Nest nicht verlässt. Dann richtet der Züchter ihr ein eigenes Nest (beispielsweise im Stall) ein, legt es mit einer dicken Schicht Heu aus und dunkelt es möglichst noch mit einem Tuch ab. Anschließend legt man der Glucke maximal 15 Eier ins Nest und platziert sie vorsichtig darauf. Von nun an muss die Henne einmal täglich vom Nest gehoben werden, damit sie Körner picken und sich stärken kann. Abends reicht man am besten nur Körner, da diese lange verdaut werden. Die Wasserschale ist etwa einen Meter neben dem Nest gut aufgehoben. Hühner empfinden gegenüber ihrem Nachwuchs viel Empathie und sind echte Super-Mütter. Es konnte sogar nachgewiesen werden, dass Glucken mit ihren ungeborenen Küken sprechen und ihnen bereits vor dem Schlüpfen Laute beibringen - ähnlich wie eine menschliche Schwangere, die mit ihrem Baby im Bauch kommuniziert.

Nach sieben tagen sollte der Züchter die Eier „schieren“, sie also durchleuchten, um sich zu vergewissern, welche Eier befruchtet sind und welche aussortiert werden können. Am 20. Tag durchstoßen die Küken dann endlich ihre Eierschalen und am nächsten Tag kann die Glucke mitsamt ihrem Nachwuchs vom Nest gehoben und separat von den anderen Hühnern untergebracht werden.

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Die Glucke umsorgt ihre Küken liebevoll mit Wärme, führt sie zum Futter und begleitet ihren Nachwuchs bei jedem Schritt. Eine Wärmelampe ist demnach in den meisten Fällen nicht notwendig. In den ersten acht Wochen eignet sich als Futter für die Küken beispielweise Kükenmehl oder spezielles Starterfutter. Als Leckerbissen kann man in dieser Zeit zusätzlich auch gekochtes Ei oder aufgeweichtes Brot verfüttern. Es gilt zu beachten, dass die Wasserschale für die Küken möglichst flach sein sollte, da die frisch geschlüpften Tierchen andernfalls hineinfallen und ertrinken könnten. In der 2. Lebenswoche sollte die Beringung der Küken erfolgen. Dabei können entweder normale Hühnerringe aus dem Handel oder bei Ausstellungstieren spezielle Ringe vom Bund deutscher Rassegeflügelzüchter verwendet werden. Nach vier bis sechs Wochen kann man das Geschlecht der Tiere erkennen. Männliche und weibliche Tiere können ab diesem Zeitpunkt – und sofern die Glucke sie bereits gehen lässt – getrennt werden, was sich jedoch erst ab einer Kükenschar von mehr als zehn Tieren wirklich lohnt. Bis zur 16. Lebenswoche kann man dem Nachwuchs anschließend Junghennenfutter und von da an normales Legehennenalleinfutter reichen.

Die Haltung und Aufzucht von Hühnern ist ein spannendes und vielseitiges Hobby. Nicht zuletzt ist die erste Kükenaufzucht immer mit etwas Neugier und Aufregung verbunden. Der Glucke beim Brüten und der Bemutterung ihrer Jungen zuzusehen, ist ein schönes und naturverbundenes Schauspiel. Mit ein paar hilfreichen Tipps ist jeder Hühnerfreund dazu in er Lage, seine erste Aufzuchtsaison zu starten. Also schau dich in unserer Hühner-Kategorie um und wage den Schritt in die Hühnerzucht!

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