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Ab in den Garten! (mit Checkliste)

Wir durften die ersten warmen Tage genießen und aus der tristen grau-braunen Farbe unserer Umwelt entwickelt sich langsam wieder ein hoffnungsvolles und zartes Grün. Der Frühling steht vor der Tür und damit beginnt auch endlich wieder die Gartensaison. Doch wer sich bereits mit einem kühlen Getränk in der Hand in seinem Lieblingsstuhl auf der Terrasse sitzen sieht, der ist schon einen Schritt zu weit. Erst einmal muss der Garten auf Vordermann gebracht werden. Was es dabei alles zu beachten gibt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Anfang April ist die ideale Zeit, um sich wieder dem Garten zuzuwenden. Die Temperaturen sind angenehmer, Frost und Schnee haben sich endgültig zurückgezogen und das erste Grün beginnt hier und da zu sprießen. Der Ablauf des Garten-Comebacks sollte dabei einigen grundlegenden Abläufen folgen.

Zum Anfang sollte man sich stets einen Überblick über den derzeitigen Stand verschaffen. Sind noch alle Gartengeräte intakt? Müssen rostige Gartenscheren oder Sägeblätter ausgetauscht werden? Welche Pflanzen haben den Winter gut überstanden, welche müssen entsorgt werden? In diesem Zusammenhang kann im Fall von freien Flächen ebenfalls die grobe Planung darüber erfolgen, welche Pflanzen in welchen Bereichen des Gartens angesiedelt werden sollen.

Erst einmal sollte liegengebliebenes Laub entsorgt und bestehendes Unkraut in den Beeten entfernt werden. Sich den Brennnesseln, Schachtelheimen und anderen lästigen Unkräutern zu widmen ist oftmals zeitintensiv und aufwendig. Doch Ihre Pflanzen und besonders die neue Aussaat werden Ihnen diese Mühe danken. Zwischen den mehrjährigen Pflanzen und auf den unbepflanzten Flächen sollte der Boden mit einer Grabgabel oder Ähnlichem gelockert werden. Dies sorgt für eine optimale Belüftung und einen guten Zugang der Niederschläge zu den Wurzeln.

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In den Frühbeeten und Gewächshäusern kann nun auch die Aussaat von Kohl, Salat, Tomaten, Rüben und einjährigen Sommerblumen erfolgen. Kurz danach kann die Freilandaussaat erfolgen. Klassische Sorten dafür sind Bohnen, Möhren oder Zwiebeln. Legen Sie dafür eine dunkle Folie auf dem kalten Boden des Beetes aus, damit die Erde für die Aussaat vorgewärmt wird. Sollten anschließend doch noch einige kalte Nächte folgen, sollten die Beete mit einem schützenden Vlies versehen werden. Halten Sie zwischen den Samen immer einen ausreichenden Mindestabstand ein und benutzen Sie qualitativ hochwertige Blumenerde. Blumen dürfen als optische Highlights in keinem Garten fehlen. Klassische Frühblüher sind Gladiolen, Lilien, Dahlien und Tulpen. Warten Sie mit der Blumensaat jedoch lieber bis Mitte oder Ende des Monats.

Das korrekte Beschneiden von Sträuchern und Gehölzen stellt für viele Gartenanfänger eine Herausforderung dar. Ein guter Rückschnitt ist jedoch unerlässlich, um jungen Trieben eine Möglichkeit zum Wachsen zu geben und das Gewächs über viele Jahre hinweg gesund zu erhalten. Bei Sträuchern wie der Haselnuss oder Weigelie müssen die dicken, alten Triebe bis zum Boden herausgenommen werden. Bei Bäumen empfiehlt es sich, auf durch den Frost geschädigte Triebe und Äste zu achten und diese vorsichtig zu kürzen bzw. zu entfernen. Während Sie Laubhölzer bereits im Winter zurückschneiden können, sollten Sie mit den Obstbäumen bis März oder April warten, da offene Stellen an den Bäumen bei einer möglichen Rückkehr des Frostes schlechter verheilen. Kürzen Sie bei Obstbäumen außerdem etwas vorsichtiger als bei anderen Sträuchern und Gehölzen.

Rosen sollten ebenfalls im Ende März oder Anfang April gestutzt werden. Beetrosen werden dabei auf etwa fünf Augen gestutzt, während mehrjährige Arten vollständig von alten Zweigen befreit werden. Der Boden um die Rosen sollte mit einer Rosengabel aufgelockert werden, damit genügend Sauerstoff an die Wurzeln gelangt. In diesem Monat können zudem bereits neue Rosen gepflanzt werden. Im April sollten Sie Rosen, Stauden und Rhododendren mit etwas Dünger verwöhnen.

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Kübelpflanzen, die in den letzten Monaten im Haus überwintern durften, können ab Mitte April oder Anfang Mai ihren Weg ins Freie antreten. Stellen Sie die Pflanzen am besten ein paar Tage vorher vor ein großes Fenster oder in den Wintergarten, damit sie im Vorfeld schon einmal Sonne tanken können. Dabei gilt zu beachten, dass große Pflanzen möglichst in den hinteren Reihen stehen und den kleineren Artgenossen den Vortritt überlassen sollten. Auch die Kübelpflanzen sollten auf etwaige Schädlinge überprüft werden. Sofern die Wurzeln zu zahlreich für das aktuelle Behältnis geworden sind, sollte die Pflanze vor dem Gang ins Freie zunächst umgetopft werden.

Sobald der Frost unsere Gefilde endgültig verlassen hat und der Rasen höher als fünf Zentimeter steht, kann das erste Mal der Rasenmäher zur Tat schreiten. Vorher empfiehlt es sich, den Rasen vom Moos zu befreien und ihn durch Vertikulieren zu verjüngen und zu neuem Wachstum anzuregen. Beim Vertikulieren wird die Grasnarbe zur Belüftung aufgerissen, um eine bessere Durchlüftung und eine gleichmäßige Wasserversorgung herbeizuführen. Nach dem ersten Schnitt sollte auch zum ersten Mal gedüngt werden, um dem Rasen und den Beeten nach der langen Winterzeit Nährstoffe zukommen zu lassen. Für die Gemüsebeete eignet sich hauseigener Kompost hervorragend. Auch Mist und Streu von Rindern, Pferden, Hühnern oder Kaninchen eignet sich hierfür. Rasen, der mit einem Mähroboter gestutzt wird, benötigt besondere Aufmerksamkeit, da nur wenig Rasenschnitt zurückbleibt und als Dünger dienen kann. Diesem drohenden Nährstoffmangel kann man mit speziellen Robo-Düngern vorbeugen.

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Ein besonderes Highlight findet sich für viele Gartenfreunde in der Ausbringung von neuer Rasensaat. Optimal ist in diesem Zusammenhang eine Mischung aus mehreren Sorten, beispielsweise aus Weidelgras, Wiesenrispe und Schlafschwingel. Sofern eine komplett neue Rasenfläche angelegt werden soll, muss der Boden zunächst mit einem Spaten umgesteckt werden. Für eine optimale Bodenbeschaffenheit können feiner Sand oder auch Dünger miteingearbeitet werden. Nun gönnt man dem Boden am besten mindestens eine Woche Ruhe, damit er sich setzen kann. Kurz vor der Aussaat sollte er dann etwa 15 Zentimeter tief aufgelockert werden. Warten Sie einen recht windstillen Tag ab, damit Sie das Saatgut gezielt etwa einen Zentimeter tief in den Boden ausbringen können, bevor Sie die Fläche glätten und sie anschließend zwei bis drei Wochen feucht halten. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von 20°C und regelmäßiger Feuchtigkeit kann das Gras innerhalb von einer Woche bis zu sechs Zentimeter wachsen.

Nach getaner Arbeit in den Beeten und an den Bäumen spielt natürlich auch der wohnliche Aspekt eine Rolle. Die Gartenmöbel müssen gereinigt und aufgestellt werden und auch Dekorationen wie Figuren, Insektenhäuser und Vogelhäuschen treten ihren Gang in den Garten an. Sofern Sie ein Gewächshaus besitzen, sollten Sie es spätestens jetzt von innen und außen sorgfältig reinigen und die Scheiben auf Risse überprüfen. Abgeblättertes Holz sollte abgeschliffen und alle Holzkonstruktionen mit einer Lasur versehen werden. Kontrollieren Sie auch die Ecken des Gewächshauses auf mögliche Schwachstellen und dichten Sie diese notfalls mit Silikon ab.

Als echte Mecklenburger wissen wir natürlich, dass die Saatgutausbringung im Grünland in der Landwirtschaft eine große Rolle spielt. Neben der Übersaat und der Neuansaat erfreut sich auch die Nachsaat zunehmender Beliebtheit. Ziel einer solchen Maßnahme ist es, eine Bestandsverschiebung hin zur gewünschten vegetativen Art – meistens dem Deutschen Weidelgras – herbeizuführen. Die Vorteile der Nachsaat bestehen darin, dass die bereits bestehende Grasnarbe nicht zerstört wird und dadurch die Wahrscheinlichkeit eines Futterausfalls sinkt. Die Methode der Nachsaat ist zudem kostengünstiger und oftmals mit weniger Aufwand verbunden. Vor der Nachsaat sollte der alte Bestand kürzer als üblich (auf etwa fünf Zentimeter) abgemäht und nach der Saat auf relativ kurzer Länge gehalten werden. Sorgen Sie für ausreichend Bodenfeuchtigkeit und vermeiden Sie eine Überdüngung. Als mineralische Anfangsdüngung sind maximal 30 kg/ha Stickstoff zu empfehlen. Im Anschluss an die Nachsaat ist auch eine Beweidung der Fläche möglich. Die perfekte Zeit für die Nachsaat ist der März oder April, doch grundsätzlich kann bis September gesät werden. Eine Nachsaat wird zudem nicht jährlich, sondern meistens im Abstand von drei bis fünf Jahren durchgeführt. Die Aufwandsmenge liegt dabei durchschnittlich bei 20 bis 25 kg/ha. Da das Saatgut einen guten Bodenkontakt braucht, empfiehlt es sich, nach der Saatausbringung den Boden am besten quer zur Saatrichtung zu walzen. Denken Sie dabei auch auf einen ausreichenden Schutz vor Pflanzenschädlingen. Die landwirtschaftliche Aussaat als Grundstein unserer Ernährung sollte stets mit der notwendigen Sorgfalt und ausreichend Fachwissen angegangen werden.

Mit diesen kurzen Handlungsempfehlungen verwandelt sich Ihr Garten im Handumdrehen von einem kahlen Winterquartier in ein blühendes und gesundes Pflanzenparadies. Wir hoffen in den nächsten Wochen auf kräftiges Wachstum auf den Feldern und Wiesen sowie einer wunderbaren Blüten- und Blumenpracht in unseren Parkanlagen. Wir teilen unsere Gärten mit vielen und kleinen Lebewesen, daher ist auch hier Umsicht geboten. Durch bienenfreundliche Blumenmischungen oder kleine Futterstellen für Eichhörnchen und Igel, die aus dem Winterschlaf erwachen, tun Sie der Umwelt ohne großen Aufwand etwas Gutes. 

Für einen reibungslosen Ablauf können Sie unter diesem Link ganz einfach unsere praktische Checkliste herunterladen: Checkliste

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Gartenarbeit!

Tags: Gartenbedarf

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